q.e.d. - quo errat demonstrator

2006, Feb 28th

heute: letzter februartag

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(es sei denn, ich hab das schaltjahr verpasst, aber vermutlich ist das erst in 2 jahren wieder an der reihe)
also heute scheint der letzte tag des zweiten monats des jahres 2006 zu sein, und da im schnitt spätestens im dritten monat nach jahresbeginn (immer ausgehend von der sogenannten christlichen zeitrechnung - schon seltsam, der angebliche erlöser wurde also angeblich vor mehr als 2000 jahren geboren, aber die erlösung an sich scheint wohl ausgeblieben zu sein) die schneeschmelze einsetzt und die temperaturen sich meist oberhalb des gefrierpunkts ansiedeln, liegt die vermutung nahe, bzw der zeitpunkt, wo sich wirklich und tatsächlich sagen lässt: wieder ein winter überstanden.
dass das diesmal schneller ging und weniger schwer zu sein schien als im letzten jahr (mensch macht sich ja so gedanken), könnte wirklich damit zusammenhängen, dass ich die zeit nicht allein in einem dunklen zimmer auf einem berg verbringen musste, fernab jeglicher zivilisation und nahverkehrsanbindung, mit einem modem und einem computer für drei personen und eine katze.
anscheinend habe ich diese zeit auch überlebt (getreu dem motto “unkraut vergeht nicht”), eine nützliche gewissheit hab ich daraus jedoch ziehen können: provinz ist für mich definitiv der falsche wohnort. aber auch die tollste stadt kann nicht von einer einzelperson gerockt werden. thx

2006, Feb 27th

3 jahre für irving

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Ein Schwurgericht in Wien hat den umstrittenen britischen Historiker David Irving wegen der wiederholten Leugnung von Naziverbrechen zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt.

seit 1996 durch ein englisches gericht wegen geschichtsfälschung verurteilt, für “der untergang dresdens” lokal geliebt, dieses geschriebs ist noch immer in der hiesigen stadtbibliothek ausleihbar, hochfrequentiert und als wissenschaftliche abhandlung anerkannt.

Anklagen, Haftbefehle, Verurteilungen und Inhaftierung

Am 8. November 1989 stellte das Landesgericht für Strafsachen in Wien gegen Irving einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf NS-Wiederbetätigung aus. Grund war nach Angabe der Staatsanwaltschaft Irvings Leugnung der Existenz von Gaskammern in Konzentrationslagern des Deutschen Reichs während mehrerer Vorträge in Wien und der Steiermark. Irving entzog sich der Verhaftung durch Ausreise aus Österreich.

1993 wurde Irving nach Straftaten im Zusammenhang mit Auftritten in München vom Landgericht München rechtskräftig verurteilt und von der Münchner Ausländerbehörde unbefristet aus der Bundesrepublik Deutschland ausgewiesen. Dieses Urteil wurde 1996 vom Verwaltungsgericht bestätigt. Irving hat außerdem in Australien, Italien, Kanada, Österreich, Neuseeland und Südafrika Einreiseverbot.

1996 verklagte Irving Penguin Books und die US-amerikanische Religionswissenschaftlerin Deborah Lipstadt, die ihn in einem Buch als „einen der gefährlichsten Holocaustleugner“ bezeichnet hatte, in Großbritannien wegen Verleumdung. Irving verlor diesen Prozess im Jahr 2000. Von den Gutachtern, darunter Richard Evans, wurden Irving zahlreiche Verfälschungen von Quellen nachgewiesen. Er wird im Urteil des Londoner High Court als „Lügner“, als „Rassist“ und als „Antisemit“ bezeichnet. Ein gegen das Urteil angestrengtes Berufungsverfahren scheiterte im Jahr 2001.

Am 11. November 2005 wurde Irving aufgrund des noch bestehenden Haftbefehls aus dem Jahr 1989 in Sankt Johann in der Haide (Steiermark) festgenommen. Er erhielt am 23. November 2005 die 22-seitige Anklageschrift vom Untersuchungsrichter der Staatsanwaltschaft Wien.

Am 25. November wurde vom Untersuchungsrichter die Hinterlegung einer Kaution in der Höhe von 10.000 bis 20.000 US-Dollar abgelehnt, da die Haftgründe Tatbegehungs- und Fluchtgefahr nach wie vor gegeben seien. Somit blieb Irving im Gefängnis Wien-Josefstadt in Untersuchungshaft. Am 20. Februar 2006 fand im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichtes für Strafsachen die Gerichtsverhandlung statt, bei der er wegen des Leugnens von Naziverbrechen im Wiederholungsfall zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig; Irvings Anwalt kündigte an, in die Berufung gehen zu wollen.

2006, Feb 25th

alkoholphilosophie

Was ist Alkohol?
Alkohol ist eine farblose, brennend schmeckende, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 78,3 Grad Celsius. Alkohol wird gewöhnlich durch die Gärung von Zuckerarten gewonnen, die durch Hefe in Alkohol und Kohlendioxid gespalten werden.

alkoholwirkung:

< 0,2 ‰ Alkohol im Blut
enthemmende Wirkung mit Steigerung der Redseligkeit
[…]
ab 0,8 ‰ Alkohol im Blut
erste Gleichgewichtsstörungen, das Gesichtsfeld ist eingeengt (Tunnelblick), deutliche Enthemmung
bei 1,0 bis 1,5 ‰ Alkohol im Blut
Sprachstörungen, Risikobereitschaft und Aggressivität steigen
bei 2,0 bis 2,5 ‰ Alkohol im Blut
starke Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen, lallende Aussprache
ab 2,5 ‰ Alkohol im Blut
Bewusstseinseintrübung, Lähmungserscheinungen, Doppeltsehen und Ausschaltung des Erinnerungsvermögens […]

ich habe sicher nicht vor, hier jetzt einen appell zu halten gegen den konsum von alkohol.
was ich jedoch interessant fand und worüber ich nach dem gespräch mit vera, die diesen ansatz aufgeführt hatte, noch ein bisschen nachgedacht habe, ist folgendes:
der theorie zufolge ist die bei alkoholkonsum (bzw dem konsum anderer drogen) auftretende senkung der hemmschwelle, bestimmte sachen zu tun, nicht allein dadurch bedingt, dass eben alkohol/drogen das bewusstsein in gewisser weise verändern, sondern wird maßgeblich von der tatsache beeinflusst, dass sich die handelnde person im nachhinein für ihr verhalten eine gewisse unzurechnungsfähigkeit - bedingt durch den konsum jener substanzen - zuschreiben lassen kann, was dann auch als allgemeingültige entschuldigung zählt. heißt, die person unter drogen/alkoholeinfluss handelt in dem bewusstsein, dass sie ihr verhalten später entschuldigen kann [“boah alter ich war sooo voll gestern…”], und genau das ist möglicherweise ein grund für die auftretende “enthemmung”.
hast du mist gebaut, behaupte einfach, du wärst betrunken gewesen und alles ist weniger schlimm.
alkohol und seine wirkung ist gesellschaftlich anerkannt, und soweit ich weiß zählt trunkenheit als eine form der unzurechnungsfähigkeit. aber, wenn ich irgendetwas im nüchternen zustand nie-niemals tun würde … können bestimmte substanzen meinen kopf vom gegenteil überzeugen? (ich bitte an dieser stelle mal darum, psychoaktive sachen auszuklammern)
ich finde diesen gedankengang interessant, und er bringt mich auch zum nachdenken über einige sachen, die ich unter alkoholeinfluss schon so angestellt habe. ich will die wirkung von alkohol/drogen keinesfalls negieren … aber vielleicht hat wer lust mit mir darüber zu diskutieren, inwieweit drogen/alkoholeinfluss als entschuldigung für (fehl)verhalten gelten kann?

irgendwie

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hab ich es ja schon immer geahnt und auch einige andere leute haben es angedeutet, aber das… DAS… diese unglaubliche grausamkeit meinerseits, die übertrifft wirklich alle dunklen vorahnungen um ein vielfaches.
ich bin egoistisch. rücksichtslos. ein schlechter mensch.
armes fahrrad.

2006, Feb 24th

nun denn….

zurück in der provinz.
es ist immer irgendwie dasselbe, mensch kommt wieder “nach hause” und (jedenfalls geht es mir so…) alles nervt nervt nervt nur noch. immer aus anderen gründen ist ein wegwollen überwältigend und ein hierbleiben scheint unerträglich.
ich muss auch gleich wieder flüchten und mich zum aklimatisieren unter menschen begeben, das hat die letzten male wenigstens ablenkung verschafft.
wir haben eine zugfahrt hinter uns, die mir so lang vorkam wie keine andere bisher, der hund hat sich gut benommen (abgesehen von dem letzten stück, auf dem er etwas mufflig war - verständlich,unter dem sitz liegen zu müssen und leise zu sein stell ich mir auch nicht gerade angenehm vor -, und den umsteigesituationen) und m.e. heißt das die zweite goldene hundepfote für ihn.es steht damit zwei zu eins und er liegt gut im schnitt.
bis auf dass ich mir kurz nach dem start die hand auf etwas seltsame weise angefetzt habe ohne es richtig zu merken, mir die hände und die hose mit blut vollgeschmiert hab und auf den boden tropfte - was tut mensch nicht alles für einen computer ;) - und dass der bus verspätung hatte und der busfahrer schlechte laune, und wir ihn am ende trotzdem dazu gebracht haben uns anzulachen und tschüss zu sagen (frag mich eine wie das funktioniert hat, “jeden tag eine gute tat”), verlief die reise ohne zwischenfälle. wir haben über anthroposophie diskutiert.
zu meinen persönlichen befindlichkeiten lässt sich nicht viel sagen, bzw formulieren, ich fühle mich physisch und psychisch ziemlich angematscht gerade. ersteres lässt sich durch hustenbonbons und schlaf im warmen sicher regeln, letzteres gibt sich mit der zeit. bestimmt. oder?
vielleicht bin ich zu pessismistisch.

2006, Feb 23rd

oh-oh

ist es nicht grausam?

eTC last part (VII)

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gestern sind wir durch die stadt richtung xberg gewandert.
gefunden haben wir ein komisches denkmalmonument, trommelnde menschen und ein nilkrokodilpferd. außerdem gibt es eine bildergeschichte und draußen ist es immernoch kalt.
dann sind wir jetzt tatsächlich noch auf einen serienfilm gekommen, und beschäftigen uns, wie vor kurzem bereits zitiert (string) mit den problemen anderer leute, die immer interessanter und leichter zu lösen sind als die eigenen.

ansonsten steht am morgigen tag unsere rückreise in die provinz tatsächlich schon bevor, und irgendwie nervt es mich, weil für mich ist das ja gleichbedeutend mit ferienende, ohne dass ich einige sachen, die ich mir vorgenommen habe, erledigt hätte

aus der allgemeinen stimmung heraus angegrummelt

death cab for cutie::blacking out the friction

2006, Feb 22nd

zum verzweifeln

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ok,der winter kommt wieder.
einige anhaltspunkte zum nachprüfen:
1.so wie ich das von hier oben beim kurzen aus dem fenster linsen erkennen konnte, ist der boden des spielplatzes reifbedeckt.
2.nachts wird es mit offenem fenster wieder so kalt, dass mensch morgens dann röchelnd aufwacht
3.auf dem baum vor dem fenster sitzt ein vogel, der aussieht als wäre er angefroren
4.wenn es schneeglöckchen oder anderen blumenkram gegeben haben sollte, dann sind die jetzt auch wieder weggefroren

einzig sinnvolle reaktion:
samt computer - wahlweise auch etwas anderes, hauptkriterium ist warm und/oder interessant (buch, wärmflasche, teekanne, katze, etc) - ins bett verkriechen und sich so wenig wie möglich bewegen.
so wenig wie möglich essen. versuchen den tagesplan einzuhalten.

ich ärgere mich schon seit einiger zeit über meinen browser, der mir durch irgendein komisches feature verunmöglicht, auf myblog.de-blogs zu kommentieren. vielleicht kennt ihr diese “was steht in dem bild?”- spamschutzgeschichten. nun, ich sehe dieses bild nicht, da der firefox es irgendwo verschwinden lässt. nichtmal eine quasi life-version des neuen ff hat geholfen, die einstellungen sind sämtlich wie auf die des ff auf der großen paula, und dort wird das bild auch angezeigt. vielleicht hat mein browser ein persönliches problem mit mir…

EDIT: oho.wenn ich javascript generell erlaube, funktioniert es. aber noScript akzeptiert myblog nicht als vertrauenswürdige site. logisch. ;)

BAS

blog against sexism-day

[via]
[via]
hm, mir stellt sich die frage, ob es ausreicht, sich nur an einem tag (vllt nichtmal “im jahr”) mal antisexistisch zu äußern. ich hab auch die ekligsten macker schon “fight sexism” rufen hören, vollkommen unreflektiert.
i mean, das klingt eher nach label als nach inhalt. sieht schick aus, bringt nicht viel. aber immerhin, vielleicht ein ansatz

“irgendeiner wartet immer”

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na wenn das mal keine tiefere weisheit ist,dann weiß ich auch nicht.
wer war jetzt der typ?ist der gut oder böse?und warum hat der jetzt das timmy-kid plattgemacht?was ist mit dieser frau?und das ist jetzt frank?wieso hat der mundharmonikaspieler jetzt cheyenne ausgeliefert?
fragen über fragen,und meines erachtens verschwendete zeit.

der rest der welt ist nicht viel besser.
mein laptop zeigt erste schwächen auf der pfeilnachlinks-taste, vom akku garnicht erst zu reden, meine hand ist kaputt.

wir waren heute (im rahmen des eTC 6) im jüdischen museum berlin [nach einer stressigen fahrt - hasst eigentlich irgendwer abstürzende fahrradkörbchen so wie ich? - die mich und vermutlich auch jelli schon gut nerven gekostet hat, und einem vergessenen frühstück] und haben uns einen fast 5stündigen museumsmarathon gegeben.
und obwohl mein kopf sich jetzt ganz schwammig anfühlt und ich mich auch sonst alles andere als fit fühle, kann ich das wirklich nur empfehlen.
schon rein architektonisch ist dieses gebäude großartig, ich mag ja so ecken und gänge und so kram zum drinrumkriechen oder die orientierung zu verlieren - obwohl ich architektur sonst eher mit einem gähnen aburteile … dieses gebäude ist wirklich schick, bzw beeindruckend, tatsächlich lassen sich durch architektonische eigenheiten wirkungen erzielen.
der inhalt der ausstellung ist gut gemacht, erfordert beteiligung der betrachter_in (allein schon etwa 10 verschiedene methoden, der besucher_in akkustische signale zukommen zu lassen), viel zum rumklicken und drehen, animationen, kinderspielkram, im basement die drei achsen, die geschichte des judentums von vor ewigkeiten bis zur gegenwart …
alles in allem kann ich das nur weiterempfehlen, allerdings sollte mensch sich da mehrere tage zeit für nehmen, die fülle an informationen ist einfach zu groß um sie in einem durchgang zu verarbeiten.
ich werd da auch demnächst nochmal hingehen, um den rest mitzubekommen, durch den ich heute eher gewankt als gelaufen bin,von aufmerksamkeit garnicht mehr zu reden.
aus dem museum herausgefallen, noch schnell was zu essen hintergezerrt und richtung derzeitige wohnung geradfahren, wo die verhängnisvolle entscheidung fiel, den oben erwähnten mistfilm anzusehen.

und, nochmal zu meiner rechtfertigung:
heute kann ich für meine verpeiltheit nichts, genausowenig wie ich was dafür kann dass ihr genau dann mit mir kommunizieren wollt wenn ich nicht ansprechbar bin. und über redeverhalten lass ich mich nicht schon wieder aus, das ist ja anscheinend wie gegen eine wand zu reden (die im einen extrem nicht ausreden lässt und im anderen garnichts mehr sagt) - nur anscheinend gibt es am ende immer eine person die garantiert angenervt ist : mich.
opfermythos,wie schön :D

und das hier war mein gejammer-absatz für heute.bzw für gestern