one layer stencil auf postpaketaufkleber
nach langer verletzungspause und durch ein inspirierendes gespräch mit elenore sowie undefinierbaren bewegungsdrang bin ich gestern mal wieder zu einer skateboardrunde unterwegs gewesen, wenn auch die bedingungen dazu in dieser stadt eher nicht so nett sind. vielleicht findet sich ja in der neuen wohnstadt ein netter platz.

jetzt kann ich sie ja doch noch aussprechen bzw bestätigen:
es ist dienstag, die gestrige prüfung ist gerockt und über- (und vorallem be-) standen (sogar mit dem vorausgesagten ergebnis, vielleicht sollte ich medium werden und mit lichtwesen kommunizieren), die welt ist nicht gut, aber erträglich.
zum abschluss des tages hab ich mich seit langem mal wieder mit jelena und case getroffen, ein (den umständen geschuldet) recht kurzes aber nettes treffen mit schrecklicher musik, was pönkermampfkisten allerdings so an sich haben. plüschtierhase.
und, ganz nebenbei, schaut euch das an…
wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich sagen, der wmwahn führt sich gerade selbst ad absurdum.
dafür braucht er garnicht karrikiert werden…

sollte irgendwer einmal eine begründung für die aussage “die welt ist schlecht” meinerseits fordern, ich kann jetzt auf wunsch nicht nur vielfältige beispiele und zusammenhänge präsentieren sondern habe auch die smalltalkzeitsparvariante die nur vier worte umfasst:
dancer in the dark
und arglos saß ich da so über einer jabberkonversation und nebenbei einigen anderen spielereien, plötzlich mit der frage konfrontiert: “was ist der rapallovertrag?”
das hat mensch nun davon, ihre_seine prüfungstermine und inhalte anderen mitzuteilen. nachschauen wurde mir auch untersagt, aber ich wusste es sowieso, durch eine locarno(l=links=westen)- rapallo(r=rechts=osten=russland)- maultierbrücke, die ich mir schon beim letzten mal als diese frage aufkam, gebaut habe. weil ich ja oberchecker_in bin. heute nacht habe ich davon geträumt, aus der mündlichen prüfung mit 6 punkten rauszugehen und war schon ganz glücklich beim aufwachen, weil ich dachte es sei überstanden, gerockt und dienstag, bis die realität so weit in mein bewusstsein einsickerte, dass mir mein irrtum bewusst wurde.
schade aber auch. aber ist ja schon übermorgen, unabhängig vom ausgang.
nebenbei ist mir noch aufgefallen: wer hat ihn nun verzapft, den rapallovertrag, rathenau, wie’s im wikipedia steht, kurz vor seiner ermordung im sommer (und hat dieser vertrag unter umständen teilweise etwas damit zu tun, dass walther gewaltsam aus dem leben schied bzw geschieden wurde?), oder wie mein pocketTeacherABI geschichte von cornelsen (falls wer klagen will) suggeriert, Gustav Stresemann (der Deutschland aus der „Zeit der nationalen Schmach und Würdelosigkeit zu (…) Deutschlands Größe und Deutschlands Weltbestimmung” zurückführen wollte), der offensichtlich aber erst ende ‘23 außenminister wurde, und vorher nur für ein halbes jahr reichskanzler war, während der Rapallovertrag doch schon im april ‘22 geschlossen wurde? dieses angeblich so nützliche buch ist sowieso voll von falschen tatsachenbehauptungen, wortdrehern und grammatikalischen fehlern, fällt sogar mir mit meinem mehr als lückenhaften faktenwissen auf. komisches ding.
im allgemeinen bin ich gerade irgendwie dabei wieder runterzukommen und auf dem weg der zumindest körperlichen gesundung, auch wenn das einen großen teil der werten leser_innenschaft wohl eher weniger interessiert, aber immerhin sterben auch blogger_innen an mitunter recht mysteriösen krankheiten, und dann gibt es online-kondolenzbücher und beileidsbekundungen per comment.
Hendrik hatte seine Ellenbogen auf den Tisch gestützt und die Fingerspitzen gegeneinander gelegt. Diese anspruchsvolle Haltung leistete er sich wie einer, der besonders schöne, gotisch spitze Hände hat. Höfgens Hände waren aber keineswegs gotisch; vielmehr schienen sie den Leidenszug der Schläfen durch ihre unschöne Derbheit widerlegen zu wollen. […]
Ihre Beine waren nicht eigentlich schön, sondern eher etwas zu dick; aber sie präsentierte sie […] auf eine triumphale Manier, die jeden Zweifel an ihrer Schönheit kategorisch verbot - so wie Hendrik seine unedlen Hände zu halten wusste, als wären sie spitz, fein und gotisch.