q.e.d. - quo errat demonstrator

2006, Aug 28th

»hallo ladebalken«

über die website der telekom gab es ja schon vielfältige beschwerden und so einige verwirrung bezüglich tcom, deren imagekampagnen (»verstehen sie tcom?« und undurchsichtigkeit. kürzlich tauchten dann diese werbespots auf, hallo zukunft sagt tcom. dass das gelogen war, tschüss ladebalken, und höchstens dann zutrifft wenn microsoft sich doch noch durchsetzen kann mit der patentierung, war ja durchaus schon bewusst.
allerdings kam mir heute was zu augen, was wie eine parodie auf das eigene image anmutet:


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2006, Aug 26th

wohnortwechsel

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jetzt.
viel davon gesprochen in der letzten zeit, eine gefühlte ewigkeit nach einer neuen wohnung gesucht, die nun gefunden scheint. allerdings beginnt der eigentliche stress erst jetzt, das alte zimmer will geräumt, das neue wohnbar gemacht werden, sachen zusammengepackt und transportiert. die entscheidung fällt schwer, den computer einpacken? denn der steht auf dem tisch welcher wiederum betandteil eines hochbetts ist, das auch abgebaut werden will. um mich herum stapeln sich kisten, nicht weil ich so viel kram habe, sondern weil mein einpackstil auch beim dritten umzug noch chaotisch ist.
die fotodokumentation, die jelena haben wollte, ist zumindest in angriff genommen, allerdings gibt es kein bild vom zimmer im ausgangszustand, was ja aber eigentlich auch nicht so tragisch ist, denn die neue wohnung wird sowieso viel schicker.
die betonung liegt auf wird.
nebenbei bin ich inzwischen ganz offiziell student_in, mit ausweis und matrikelnummer und einem ticket für die ganze große große stadt.
und jetzt, nach diesem kurzen statusbericht, geh ich wieder kisten einräumen und durch die gegend zerren. hilfe dabei, und vor allem beim jene kisten ins auto laden, zur neuen wohnung bringen und dort abstellen ist natürlich gerne wilkommen. ihr wisst ja, wie ihr mich erreicht.

2006, Aug 17th

troll-talk oder ‘ich habe keinen hausarzt’

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das mag worin auch immer begründet sein, ist aber auch nicht von belang. gestern ging allerdings ein interessanter kommentar ein, bezogen auf diesen beitrag, verfasst im mai dieses jahres. verfasst von einer person, die sich als mein ‘hausarzt’ bezeichnet, und auf den will ich etwas näher eingehen, leider ist der beitrag so alt und unauffindbar, wenn nicht gezielt danach gesucht wird, dass ich jetzt hier darauf eingehe.
der originaltext mit anmerkungen (fehler im original)

nun, wenn dir der kopf und der rücken ständig wehtut [wer redet von rückenschmerzen?], du dich gelangweilt und matt fühlst und zu allem übel auch noch allein, ja wenn dann sogar noch die musik keine abholfe schafft [wie kommst du darauf?]. Dann sollte mensch sich mal wieder an die existenz des power-knopfes am computer erinnern, im nächsten schritt die haustürklinke in die hand nehmen und sich mit den menschen treffen, die mensch nur noch als icons bei jabber kennt [interessant, dass du den jabber erwähnst. bei einem guten teil der leute bin ich froh, wenn ich sie nicht sehen muss, einige weilen in anderen städten oder ländern. der rest, okay, du hast recht, ich könnte rausgehen … dem könnte nur der fakt, der auch in dem von dir kommentieren posting steht, konträr gegenüberstehen: “[…]und ich sowieso / gar keine_n sehen will”. du meinst also, ich solle das keine sehen wollen mit leute treffen bekämpfen? die logik ist mir zu hoch, erklärst du mir das mal genauer?]. zumindest könntest du dir dann die arbeit für jeden zweiten blog-eintarg hier sparen. [kein grund, beleidigend zu werden, oder? außerdem trifft das nichtmal auf die jammer-kategorie “die welt ist schlecht”, ich hab nachgezählt. abgesehen davon zwingt dich keine, diesen blog zu lesen.] und abgesehen zu aber es hat ja jeder so seine problemchen und auch ich könnte mich derart über die weiße schokolade neben mir eschoffieren, weil sie ja schon ausgrenzend ist. [wenn du dich von schokolade ausgegrenzt fühlst, hast du ganz andere probleme. weiße schokolade ist außerdem sowieso doof. aber schau mal, ob sie schmilzt bei 30°C+x…]

ach ja, das wetter ist natürlich auch schon immer schlimm [ich find’s gerade ganz nett]. seit generationen tut sich keiner daran, mal etwas zu ändern. immer ist es gerade so, wie man es nicht haben möchte. tja, du hast ja die beste lösung gefunden. im nest bleiben und die außenwelt durch eine röhre betzrachten [da ist es immerhin trocken]. auch gut. aber mach weiter, es gibt noch viel zu sehen..

die welt ist groß. und wirklich. im allgemeinen eher ungut.
[womit du tatsächlich doch noch ein wahres wort gesprochen hast. danke für deine mühe]

nun denn, liebe person xy, die du dich mein hausarzt nennst (im übrigen amtsanmaßung), du hast durchaus zum teil recht mit deiner kritik. ewiges jammern macht die welt nicht besser, und geht den leuten um dich herum auf die nerven. aber ich denke, du projizierst deine probleme auf meinen unschuldigen blog.
mit ein wenig mühe und einem blick auf das datum hättest du dir vielleicht ein anderes jammerposting ausgesucht um deine ja eher allgemeingültigen thesen zu publizieren, die auf mich zu einem guten teil nicht zutreffen. du bist wohl auch recht gut im jammern, was? noch besser als im papi-style ungefragt ratschläge zu erteilen.
schlussendlich zwingt dich keine, diesen blog zu lesen, und vermutlich ist es ein fehler, deinem comment so viel beachtung zu schenken. don’t feed the troll …
wenn du dich (dessen bin ich mir nicht sicher) in meiner jabber-contactlist befinden solltest, wäre es schön, wenn du dich zu erkennen geben würdest, damit ich dich von dem unglaublichen leid erlösen kann, das du empfinden musst, wenn ich auf dich als ein blaues oder rotes icon schaue.
wenn nicht, wäre es trotzdem spannend zu erfahren, wer denn da die klappe so weit aufreißt, und aus welchem grund.

2006, Aug 16th

mobilmachung

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liebe reformhauszeitschriftautor_innen, bitte passt doch das niveau und die formulierung der kreuzworträtselaufgaben an das eurer durchschnittlichen leser_innenschaft an, damit sie nicht unbedarfte mitreisende - wie, sagen wir mal… mich - um hilfe bei der lösung der aufgaben bitten (müssen), und somit deren meditative ignoranzhaltung stören, ohne welche s-bahnfahren in der provinz nicht möglich bzw unerträglich ist.
ja, gestern bin ich insgesamt 5½ stunden mit der bahn unterwegs gewesen, wahlweise EC, RE, RB oder S-bahn, und anhand der dadurch verlorenen nerven durch standardmäßig halbstündige verspätung(»Die Bahn kommt.« vielleicht. früher oder später), überfüllte züge, uringestank und einzelne herumliegende stücke der deckenverkleidung, müsste mensch meinen, ich hätte a) kostenlos fahren dürfen müssen oder wenigstens b) mich am abend woanders befinden sollen als am morgen. nix da. allerdings macht es einen unangenehmen ort auch wesentlich angenehmer, wenn die gewissheit, da in wenigen stunden wieder wegzukommen, irgendwo im hinterkopf herumhängt.
und, by the way, hat sich denn wirklich noch keine_r über den slogan der DB gewundert, bzw sich gefragt was er bedeuten soll?

die Bahn macht mobil

(natürlich ließe sich auch bspw über “unsere züge schonen die umwelt, unsere preise ihren geldbeutel” philosophieren - hat da wer in der bahn-außenwerbung-abteilung tatsächlich einen hauch von sarkasmus angewendet, oder ist es jene propagandistische verdrehung, die in krisensituationen um sich greift?)
die mobilmachung der bahn also.
die bahn verfügt über ein ausgebautes, wenn auch unzuverlässiges netz von konzerneigenen kommunikationswegen und infrastruktur.
die bahn hat in jedem kacknest einen stützpunkt.
die bahn hat ziemlich viele transportmittel, und so einige leute sind auf sie angewiesen oder stehen auf ihren gehaltslisten.
bahnmitarbeiter_innen nutzen immer die neueste technik zur kommunikation untereinander und nach außen, bspw funkgeräte, und vereinzelt wurden sogar schon mobiles gesichtet. sie haben auch diese elektronischen tragbaren fahrkartenautomaten, die nebenbei noch die gehirnströme und gedanken aller sich im umkreis von 10 metern befindlichen personen auslesen können.
die bahn hat eine eigene (paramilitärische?) security-einheit, die im verhältnis 1:1 bzw nachts sogar 2:1 mit den kontrolleur_innen patroulliert.
die bahn hält sich viele freiräume innerhalb der personenzüge, defekte klos und gesperrte waggons, deren fracht der außenstehenden unzugänglich bleibt (die machen da auch immer das licht aus, damit keine_r reinschauen kann)
die bahn erhöht ständig die fahrpreise, und keine_r weiß, was die mit all dem geld machen (vielleicht machen die doch nicht so ne unglaubliche misswirtschaft wie bisher angenommen).
die bahn hat auffangoragnisationen, zahlt abfindungen und hat möglicherweise sogar betriebsferienlager.
die bahn nutzt zivilist_innen als deckungsmasse für ihre operationen.
einmal angenommen, die bahn mobilisiert tatsächlich ihre kräfte und verkündet dies auch öffentlich, wogegen mobilisiert sie eigentlich? gegen die konkurrenz im schienenverkehrswesen? gegen die autoindustrie oder fluggesellschaften? und warum wird sie nicht endlich mal fertig, sie mobilisiert doch schon seit ein oder zwei jahren? noch dazu ist die bahn keine staatliche organisation, fühlt sich denn da keine_r von dieser offensichtlichen drohung … nun ja … bedroht? einen angriff auf das staatliche gewaltmonopol? und gerade ihre verankerung in der bevölkerung - jedenfalls der teil, den sie bezahlt - und ihre etablierte position macht sie so gefährlich. wie das ausgeht, ist ja bekannt. mark my words.

EDIT: natürlich ist es leuten aufgefallen:

2006, Aug 14th

wochenende

12.08. - 12:00 - vor dem Kronprinzenpalais (Berlin)
Kundgebung: ” Gegen jeden Geschichtsrevisionismus – Kein deutsches Opferzentrum “

die idee war gut, doch die musik definitiv zu schlecht.
für den zeitraum meiner anwesenheit (zwischendurch ließ sich in ermangelung eines frühstücks und aufgrund der günstigen lokalen gegebenheiten ein abstecher zum donuts essen nicht vermeiden) beschränkte sich das repertoire auf liedermacher_innen, mit zum teil schon annehmbaren texten, aber einem enormen nerv-faktor für meine ohren. trotz allem natürlich richtig und wichtig, das frühe aufstehen um diese kungebung zu besuchen, und bei der gelegenheit einige bekannte gesichter zu sehen (nicht zu treffen, nur sehen), allerdings eins zu wenig, noergel, bist du nicht auch noch in der stadt gewesen?
die freakshow der friedensbewegten “free palestine” “hände weg von iran und libanon” “irans recht auf atomwaffen” “boykottiert israel” - demo habe ich leider verpasst. die bilder dazu sind allerdings gruslig genug. endlich dürfen “die deutschen” mal wieder was “gegen die juden ähm israel” sagen.

am sonntag wollte das wetter nicht so wie ich, und einer der wenigen tage der letzten woche, wo ich quasi rausgehen musste, bestrafte uns mit anhaltendem regen. heute ist dafür strahlend blauer himmel. was ein beschisskiste.

2006, Aug 10th

zeit vergeht

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seit ich am montag mit jelli in die große stadt getrampt bin (nicht so stressig wie das letzte mal, allerdings bis freienhufen mit stau und einem arg langweiligen typen, dessen leben nur aus arbeit und ‘familie’ zu bestehen schien, und von dort aus - nach einer stunde aufenthalt - mit einem splash-besuchenden indische philologie-studenten), hab ich am dienstag in aller kürze den flughafen in tegel kennengelernt und viel commander keen gespielt, im punkt ‘ursprünglicher plan - finde eine wohnung’ bin ich jedoch noch nicht sonderlich um nicht zu sagen überhaupt nicht weitergekommen. ich will nicht sagen, dass das ja klar war, aber … war ja klar.

2006, Aug 6th

typisch

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einen großen teil des heutigen plans einfach zu verschlafen, bzw sich beim weckerklingeln so schlecht zu fühlen dass aufstehen zum ding der unmöglichkeit wird. zwei stunden, nachdem ich es dann doch geschafft habe, aufzustehen, ist das angematscht sein immer noch nicht viel besser geworden. seit einer woche liegt auf meinem tisch neben dem monitor eine superleckere tafel schokolade, und sie ist nicht mehr als ein wenig angeknabbert. was auch immer das heißen mag, ich nehme sie heute abend mit zu jellis abschiedsparty, da finden sich sicher leute, die sie aufessen wollen.
langsam aber sicher fange auch ich an, den inhalt meines zimmers auf brauchbarkeit und umzugstauglichkeit zu überprüfen, kurz, auszumisten. und diesmal kommt es mir mehr als bei den vorherigen umzügen so vor, als würde ich meine komplette vergangenheit wegschmeißen. die zwei kisten mit dem erinnerungsramsch (bilder, flyer, briefe, zeichnungen und allerlei nutzloser kram) aus 16 jahren provinzleben habe ich ja schon vor einem jahr dem müll überholfen, jetzt glauben so gut wie alle ‘alten’ sachen dran, bücher, in die ich nie wieder einen blick werfen werde, ein neuer stapel briefe, kassetten (was ist das denn?) [bis auf 2 ausnahmen], CDs, etc pp. im endeffekt eh nur staubfänger, wer braucht schon vergangenheit, die doch nur an die eigene dummheit und an die dummheit anderer erinnert.

2006, Aug 5th

worst case

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was kann noch viel schlimmeres passieren als die kombination aus:
brillenträger_in + fahrrad + regen + nacht + kopfsteinpflaster + baustellen + das unterbewusste bedürfnis, möglichst schnell nach hause zu kommen?
aber ich hab es unbeschadet überstanden, danke der nachfrage, und sehe nach dem heutigen ’stress’ einer mehrfach doppelbelegung meines morgigen zeitplans entgegen. kann ja nix werden …

2006, Aug 4th

i wanted to cry, but…

…i couldn’t. i wanted to make you cry but i couldn’t.


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eternal light
positive and uplifting
untitled5199
wanted to cry
the issue

[via gapingvoid]

wir sind doch alle gerne wer anders

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Klonen von RFID-Reisepässen // heise.de vom 3.8.06

Grunwald benötigte eigenen Angaben zufolge lediglich zwei Wochen, um herauszufinden, wie sich die elektronischen Daten eines RFID-Passes auslesen, klonen und auf einen anderen Chip übertragen lassen – auch auf Smartcards, die dann für Zutrittsberechtigungen genutzt werden könnten.

Grunwald bediente sich bei seinen Recherchen vor allem aus offiziellen Dokumenten der internationalen Luftfahrtbehörde ICAO, in denen die Systemstandards für ePässe beschrieben sind. Als Lese- und Schreibgerät nutzt der Sicherheitsexperte einen für Grenzkontrollen offiziell zugelassenen RFID-Reader der deutschen ACG Identification Technologies. Als Software kommt das “Golden Reader Tool” (GRT) zum Einsatz, das den Anforderungen der ICAO entspricht. Nachdem Grunwald die Daten eines RFID-Passes mittels dieser Hard- und Software ausgelesen hat, brennt er zunächst das ICAO-Layout auf einen neuen RFID-Tag, sodass die Basisstruktur des Chips den offiziellen Anforderungen entspricht. In einem nächsten Schritt wird der Chip dann über das selbst entwickelte Programm RFDump mit den kopierten Daten gefüttert.

Laut Grunwald erhält man so ein Dokument, das elektronische Pass-Lesegeräte nicht vom Original unterscheiden können. Lediglich Änderungen der Daten (etwa Name oder Geburtsdatum) fallen auf, da diese über Kryptoschlüssel zusätzlich gesichert sind. Straftäter könnten derart manipulierte Pässe aber durchaus nutzen, um an automatisierten Grenzkontrollen eine elektronische Fahndungsabfrage zur eigenen Person zu umgehen. Auffallen würde der Eingriff allerdings, wenn ein Grenzbeamter das Lichtbild und die gedruckten Passdaten mit den auf dem Chip abgelegten digitalen Daten vergleicht. Ziel der Einführung von elektronischen Reisepässen ist aber nicht zuletzt, den Personalaufwand für Kontrollen im Grenzverkehr künftig deutlich einzuschränken.

na, das nenn ich mal das umgehen bzw neuinterpretieren der institution ePass auf einer (nicht neuen, aber) weiteren ebene.