q.e.d. - quo errat demonstrator

2006, Sep 30th

‘Hey, kids, where’s the cool parties this weekend?’

You remember, you fail math, you flunk out of school, you end up being the guy at the pizza place that sweeps the floor and says, ‘Hey, kids, where’s the cool parties this weekend?’ We’ve been through this.

freitag-abend-sozialexperiment: geh allein auf eine party, wo du höchstwahrscheinlich keinen_n kennst
die bilanz:
4 stunden - 2 parties (new yorck und k9) - 2 bekannte gesichter (davon eins in der immernoch permanenten weigerung wenigstens einer begrüßung) - 1 gespräch (ca. 15 sekunden) - und trotzdem erstaunlicherweise ein netter abend. wer braucht schon soziale interaktion zum spaß haben, wenn es was zu trinken gibt und eine 15km fahrradtour gratis dazu.

wo die coolen kids gefeiert haben, weiß ich aber auch nicht.

2006, Sep 29th

embarrassment

Filed under: hello world, tech

If your software is in a state where random hackers refer to it as a perfect training ground for SQL injection techniques, you should be worried. If the hackers in question identify, with the first injection attempt, your developer’s backdoor, which doesn’t even work, you should be embarrassed.

[gelesen da]

2006, Sep 26th

geändertes computerstrafrecht

Filed under: tech, privacy

Mit einer deutlichen Verschärfung des Strafrechts will die Regierung den “Schutz vor Hackern, Datenklau und Computersabotage” verbessern. Eine heute vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesänderung stellt klar, dass “Hacking” strafbar ist.
heise security news

der gesetzentwurf birgt neben dem üblichen »du darfst keine daten haben die du nicht haben sollst« in verschiedenen variationen - unter anderem ist jetzt auch ein angriff auf private computersysteme strafbar - seitenlange erklärungen zur allgemeinen lage der computernation sowie zu den einzelnen änderungen. pathos immer schön mit einstreuen, ein beispiel:

[begründung, allgemeiner teil A.1]
Die Einbeziehung von Telekommunikations- und Informationssystemen, die eine entfernungsunabhängige Speicherung und Übertragung von Daten aller Art gestatten, bieten ein breites Spektrum neuer Möglichkeiten, aber auch des Missbrauchs. Insbesondere komplexe Attacken gegen moderne Informationsstrukturen durch Computerviren, digitale trojanische Pferde, logische Bomben oder Würmer und Denial-of-Service-Attacken verursachen hohe Schäden. Auch kriminelle, extremistische und terroristische Gruppen nutzen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt für ihre Zwecke.

der straftatbestand liegt nun nicht mehr, wie bisher, im sich daten verschaffen, sondern darin, sich zugang zu den daten zu verschaffen, und dabei zugangssicherungverhinderungsdingsis zu umgehen, sich passwörter zu beschaffen, und achtung:

§ 202c
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten
(1) Wer eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorbereitet, indem er
1. Passworte oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder
2. Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit
Geldstrafe bestraft.

mit diesen computerprogrammen sind unter anderem tools zur netzwerkanalyse und zum finden von schwachstellen in rechnersystemen gemeint. dass gezielte angriffe auf systemen eben erst sicherheitslücken aufdecken, die dann gefixed werden können, wurde wohl nicht bedacht.

[pressemitteilung des ccc]
Der Gesetzentwurf wird die Arbeitsgrundlagen von Sicherheitsberatern und Netzwerkexperten unter Strafe stellen. Bereits der Besitz und die Verbreitung von Werkzeugen zur Netzwerkanalyse und zur Aufdeckung von Sicherheitslöchern in Rechnersystemen sollen strafbar werden. Die Arbeit der Sicherheitsexperten wäre damit kaum mehr möglich und von ungerechtfertigter Kriminalisierung bedroht.

“Dieser Gesetzentwurf wird nicht gegen Computerkriminalität helfen. Stattdessen werden der IT-Sicherheitsbranche dringend benötigte Werkzeuge zur Aufdeckung von Schwachstellen aus der Hand geschlagen”, sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn. “Die Vorstellungen des Gesetzgebers zeugen von einer ausgeprägten Unkenntnis der technischen Vorgehensweisen. Testangriffe zum Auffinden von Sicherheitslöchern sind für die IT-Sicherheit wie Crashtests für die Autoindustrie. Niemand käme auf die Idee, Crashtests zu verbieten”, kommentierte der CCC-Sprecher.[…]
“Der Gesetzentwurf zeugt von erschreckender Realitätsferne und fehlender Sachkenntnis”, sagte Müller-Maguhn vom CCC. “Durch die Einschränkung der Freiheit der Forschung und Entwicklung im Bereich Computersicherheit wird das Gegenteil des beabsichtigten Ziels erreicht.”

Als effektive Maßnahme zur Eindämmung der Computerkriminalität fordert der CCC stattdessen härtere Strafen für Verstösse gegen den Datenschutz. Datenverbrechen wie das illegale Abschöpfen und Weitergeben sowie das unkontrollierte Verknüpfen von Daten werden derzeit als Kavaliersdelikt behandelt, betreffen aber den Bürger im Alltag immer mehr.
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crap blog 101


[by]

und seit langem mal wieder eine musikempfehlung…
die sterne ::: hau drauf und hau ab

EDIT: weil ich gerade am empfehlen bin… welche sich für seltsame fehlermeldungen begeistern kann, sie sein auf fehler10 hingewiesen, eine sammlung von nach eigenen angaben »kuriosen mac-fehlermeldungen«. ein teil davon sind einfach schlechte übersetzungen, aber es sind einige nette sachen dabei.

bilanz

Filed under: hello world

mit durchschnittlich knapp 30 hits pro tag ist mein blog jetzt genauso ‘hoch’ frequentiert wie die website des sächsischen verfassungsschutzes. bleibt nur zu hoffen, dass es nicht auch das gleiche leser_innenklientel ist. und andersrum gesehen könnt ihr euch natürlich auch aussuchen, was ihr lieber lesen wollt.

2006, Sep 25th

turbo wars

Filed under: point of view

normalerweise ist mir der style etwas zu knubbelig, aber das da ist wirklich schick:


[click to see more]

DO’s and DON’T’s

Filed under: hello world

heute bekommt der don’t-teil einen neuen punkt:
mit pfannkuchen nach dem hund werfen macht sich ganz schlecht, wenn sie gefüllt sind.

und sind schmerztabletten nicht dazu da, dass sie, zumal sie selten präventiv angewendet werden (»oh, ich glaube ich krieg in zwei stunden kopfschmerzen«), die übertragung der nervenzellen hemmen, und so den schmerz unterdrücken? warum brauchen sie dann so ewig um zu wirken? und gibt es irgendwelche wege, diese zeit zu verkürzen?

2006, Sep 24th

schatten der vergangenheit

Filed under: hello world

[ich mag es ja, sachen zu wiederholen, auch wenn ich mir mühe gebe, dies in diesem blog nicht allzu ausgiebig zu tun.]
das folgende thema begegnet mit immer wieder, und das kontinuierlich über jahre hinweg.

wie einem teil der werten lesenden bekannt sein dürfte, befand sich mein geburtsort und wohnsitz bis vor einigen jahren (tatsächlich erst so kurz, mir kommt es vor wie eine ewigkeit) in einer ostdeutschen kleinstadt. und das ist tatsächlich so beschissen wie es klingt. von dort aus bin ich - mit einer kurzen zwischenstation in einer anderen kleinstadt - umgezogen in eine doch wesentlich größere stadt und jetzt von dort aus zu meinem aktuellen wohnsitz gelangt in einer stadt, die dann nochmal ziemlich viel größer ist. ganz allgemein gesagt.
beim im nachhinein darüber nachdenken fällt mir doch auf, dass sich mit diesen umzügen meine lebensqualität beträchtlich gesteigert hat. das sind dann so kleine sachen, wie beispielsweise nachts eine straße langlaufen und eben nicht permanent darauf zu achten, was für autos an einer vorbeifahren, ob sie sich vielleicht als “die guten” bezeichnen oder das nummernschild bekannt ist oder anstalten machen anzuhalten. (womit ich nicht behaupten will, dass es solche situationen jetzt nicht mehr gibt, sie sind nur eben kein dauerzustand)
soviel zum werdegang. dieser ist in sofern relevant, dass mir auf jeder einzigen dieser stationen die erste wiederbegegnet ist.

“sag mal was, das klingt so lustig”
es ist vermutlich relativ normal, mensch spricht einen anderen dialekt als im umfeld vorherrschend ist, und damit fällt mensch natürlich auf. ob das dann tatsächlich so weit gehen muss, dass ich von punkern, die seit jahren nicht rausgekommen sind aus ihrem großstadtkacknest, zu hören bekomme: »du bist doch die aus sachsen. sag mal was!« ich: »was denn?« punker: »keine ahnung, sag doch mal ‘nu’« … nein, polly will keinen keks. aber wenn ihr sächsisch mal hören wollt, versuchts damit.
regionale besonderheiten der sprache sind aber eher das kleinere problem.
auf die frage hin, wo ich denn herkäme, so ganz ‘ursprünglich’, wahrheitsgemäß geantwortet, machen unter umständen personen große augen, als wäre es unglaublich, dass ich noch lebe und trotzdem kein kameradschaftsmitglied bin.
immer wieder ein “du bist doch aus xyz…”, als ob meine ‘herkunft’ das einzig interessante wäre, als ob das, was jetzt als ich bezeichnet wird, primär dadurch gekennzeichnet würde, und ganz besonders so, als ob es nicht möglich wäre, irgendwann mal davon wegzukommen, irgendwann mal nicht daran erinnert zu werden. immerhin bin ich ja nicht weggezogen, weil’s mir dort so gut gefallen hat.

2006, Sep 23rd

weisheit und so

2006, Sep 22nd

wo bin ich hier …

… nur hingeraten? nach dem pentagramm auf dem campus, das sich über google earth entdecken lässt, habe ich jetzt folgendes auf einer hunderunde erspäht. ich frag mich echt ein wenig, was das zu bedeuten hat. hat da wer zu viel phantasie oder freie zeit gehabt beim anfertigen der kanaldeckelgussformen? also wiccan/warlock covens oder esofreaks, die an der uni auch mal ihr feuerchen machen wollen, ok, aber gibts für kanaldeckel nicht irgendwie eine norm?