Heureka, englische Schreibweise auch Eureka, heißt Ich hab’s (gefunden) (griechisch ηύρηκα, ich habe gefunden, Perfekt von ευρίσκω, ich finde).
Der Ausruf ist nach einer von Plutarch und Vitruv überlieferten Anekdote berühmt geworden, derzufolge Archimedes von Syrakus unbekleidet und laut Heureka! rufend durch die Stadt gelaufen sein soll, nachdem er in der Badewanne das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckt hatte. Seitdem ist Heureka ein freudiger Ausruf bei der gelungenen Lösung einer schweren Aufgabe.
die gelöste schwierige aufgabe war natürlich nicht eine tolle mathematische oder eine aus der e-technik, das wäre ja noch schöner, aber immerhin, wie das lps so zutreffend formuliert hat:
das schöne an weihnachten ist, dass, sobald es vorbei ist, es noch ein ganzes jahr dauert, bis zum näxten mal.
ja, es ist vorbei, vor einigen stunden bin ich mit string, jelena, ohne den hund und mit einer grooooßen schweren tasche wieder in der großen stadt angekommen. es war garnicht so schlimm.
das essen bei t. war wie erwartet sehr gesund und sehr lecker (möhren-kohlrabi-kartoffel-käse-auflauf und bionade), dasselbe gilt auch für das essen bei o., nudelsalat, tomaten-gurken-feta-etc-salat und obstsalat (banane, mango, sharon). kritischer punkt war das vorbeischneien bei den großeltern, zu dem ich mich hatte überreden lassen, das ganze elend von wir reden aneinander vorbei und unterbrechen uns dabei noch gegenseitig - unsägliches redeverhalten. aber nachdem das abgehakt war, war der tag doch recht angenehm. ich habe gelernt, dass das chlor im leitungswasser und das fluor aus fluoretten oder salz das selbstbehauptungszentrum im gehirn zerstören (ich wusste nicht, dass es das gibt).
(t. hat ein buch, “wasser&salz,quelle des lebens” hieß es, in dem lauter solche sachen drinstehen, über das evil speisesalz, das gute himalaya-salz und so. der schreibstil war allerdings so sehr verschwörungstheoretisch abgedroschen, dass das buch einfach nicht ernstnehmbar war, selbst wenn ich gewollt hätte. und wenn leute mit wasser reden wollen, und denken dass es was bringt, was auch immer, geht das dann doch irgendwie zu weit. dem wasser zu sagen “du machst mich krank”, einem teil desselben wassers “quelle des lebens zuzuflüstern”, einem dritten teil “adolf hitler” und einem vierten “mutter theresa”, und dann das wasser einzufrieren, und anhand der (beim ersten und dritten »chaotische, krebsgeschwürartige«, beim 2.&4. geordnete kristalle) struktur aussagen darüber treffen zu wollen, ob das wasser urteilsfähig ist - naja, soll jede darüber denken was sie will. mir ist das etwas too much, und interessanterweise schlage ich damit in den letzten zwei generationen meiner familie aus der reihe. so pseudowissenschaftliche unbelegte behauptungen und auslegungen von zufällen sind einfach nicht mein ding. natürlich glaube ich auch nicht, was der ernährungsberater auf der kellogspackung mir erzählen will. und vielleicht habt ihr recht. vielleicht aber auch nicht. ich will pizza essen.)
am abend - also nach dem offiziellen »meine familie, m. und ich«-teil - war ich mit m. und string kurz jelena treffen, dort rumhängen und dann doch irgendwie schlafen gehen. heute habe ich dann den halben tag halb krank verschlafen und den rest mit essen verbracht (traditionelles weihnachtsessen mit einem großen knusprigen vogel, rotkraut, kloß). dann wieder schlafen, und zurück nach hause fahren. auf meinem kleinen tisch liegen jetzt viele sachen, von denen leuten dachten sie mir schenken zu müssen (die hälfte der süßigkeiten hat m. bekommen). ein todschicker crumpler-rucksack war das hightlight (die boxhandschuhe hatte ich ja schon vorher), aber den hatte ich ja “erwartet”, erstaunt (und begeistert natürlich) war ich über einen neuen blaugestriftgeringelten gürtel & mcDonalds-gutscheine, begeistert von einer flasche martini und einem ju-jutsu-brevier mit prüfungsordnung und inhalten, und einem stephen hawking-buch und hörspielen vom leipziger hörspielsommer, irritiert von einer kirchenkerze.
(die anderen sachen waren auch toll, werden aber nicht erwähnt, weil ich ja nicht alles aufzählen kann und will).
das tollste, was ich dieses jahr verschenkt habe, war das hier:

spätestens zusammen mit dem klassiker »The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy« (im selben paket mitgeschenkt) hätte die bedeutung allerdings auch eindeutig sein sollen. (no offense

)
jetzt ist es jedenfalls vorbei, und bis zum congress sind noch zwei tage. im zusammenhang damit habe ich dann wieder festgestellt, wie klein doch das internet ist, irgendwie, zumindest, wenn mensch sich in kreisen mit einem gewissen inhaltlichen niveau bewegt (diesen blog und vorallem dieses posting ausgeschlossen).