q.e.d. - quo errat demonstrator

2007, Jan 31st

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Filed under: tech, point of view


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trend

Filed under: nothing important

ich finde es gerade sehr gut, dass dieser komische trend, pfennigabsatzschuhe im boxstiefelstyle, endlich vorbei ist. zumindest sieht mensch solche exemplare nur noch sehr selten auf der straße (ist mir heute aufgefallen, als ich eine person mit außerordentlich hässlichen “germany”-special-edition-stiefelchen (von basics oder so) an der ampel stehen sah). diese dinger mit den absätzen laufen ja eigentlich auch dem kompletten sinn dieser art der schuhkonstruktion zuwider. nun, um zum punkt zu kommen, warum finde ich es gut, dass dieses phänomen vorüber ist:
vor zwei oder so wochen kam ich mehr oder weniger zufällig dazu, zwei boxkämpfe im fernsehen zu sehen (boxen im ersten, harrgh). ich finde boxen a) extrem langweilig - alle spannenden techniken sind durchs regelwerk verboten, b) zumeist extrem unansehlich - schwitzende haarige halbnackte typen sind nicht jedermenschs sache, schon garnicht wenn glänzende hosen anhaben und möglichst noch werbung auf den rücken gemalt, c) und speziell bezüglich boxen als sport im allgemeinen - im rl nicht effektiv, siehe punkt eins. okay, ich habe wie gesagt trotzdem zwei kämpfe gesehen.
eigentlich ist aber nur der erste davon erwähnenswert: jameel mcCline gegen nicolai valuev - der kampf endete ziemlich schnell und dadurch, dass mcCline eine hässliche verletzung am knie davontrug, auf dem boden saß und nicht mehr aufstehen konnte. auch das nur am rande erwähnt, er wurde dann auf einer bahre aus dem ring getragen, was wirklich sehr schade war, zum einen weil valuev als der haarigere und ekligere von beiden so den kampf gewonnen hat, und zum anderen, weil mcCline ziemlich schicke schuhe anhatte, mit denen er nun garnicht mehr laufen konnte. das waren natürlich boxstiefel, der gedanke liegt nahe. und sie sahen so aus:

schade an boxstiefeln ist leider nur, dass es schon irgendwie blödsinn ist, sie auf der straße anzuziehen. selbst und gerade dann, wenn sie keine pfennigabsätze haben.

2007, Jan 30th

datenschutz - definition by schäuble

Filed under: privacy, surveillance

alter falter, schon ziemlich seltsam, wie der herr schäuble sich das mit dem datenschutz vorstellt:

Sein Verständnis von Datenschutz umschrieb der Innenminister mit dem Erfordernis der gesetzgeberischen Festlegung, “wer darf Daten zu welchen Zwecken unter welchen Voraussetzungen nutzen und wie lange müssen sie gespeichert werden“. Es könne nicht angehen, den Staat “blind” zu machen. Vielmehr sei eine “Datenverkehrsordnung” erforderlich, die einen optimalen Informationsfluss gewährleiste und die “notwendige Datenverarbeitung” transparent mache. Dabei müsse man aus Fehlern Erkenntnisse ziehen. So sprach sich der Minister etwa dafür aus, die von der Union mit beschlossene Eingrenzung der Verwendung der Mautdaten auf Abrechnungszwecke aufzuheben: “Wir sollten eine Grundlage schaffen, die Daten zu nutzen, um Mörder zu erkennen.” Alles andere könne man der Bevölkerung nicht erklären.

und zum bundestrojaner hat er auch noch was zu sagen:

Er sei aber dafür, “dass man da [an Festplatten privater PCs, anm.d.verf.] ran kann, wenn es wichtige Gründe gibt”. Daher müsse man darüber diskutieren, “was denn da eigentlich so privat ist” im Online-Bereich[…]

schäuble schließt sich damit wiefelspütz’ argumentationslinie an, der von »ungleich größere[n] Gefahren« schwadroniert, die zu beherrschen seien. was meint er damit? natürlich, terroranschläge. konkret: terroristische anschläge auf atomkraftwerke. natürlich. nur weil es mal einen film gab, wo ein paar kids angeblich brennstäbe in einem atomkraftwerk “hoch und runterfahren” lassen, und noch nichtmal in der filmrealität wirklich? oder was haben abstürzende flugzeuge mit der online-durchsuchung zu tun? und was ist eigentlich aus den nebel-schutz-konzepten geworden… werden die etwa computergesteuert? da fände ich ja auch mal interessant, wenn so ein entführtes flugzeug auf ein atomkraftwerk zufliegt, und das sich einnebelt, dann ist es doch am sinnvollsten für das flugzeug, wenn es direkt in die wolke reinfliegt, bzw einfach den gesetzten kurs beibehält… da hilft eine nebelmaschine dann auch nicht weiter.

2007, Jan 29th

fatale fingerabdruckscanner part 42

Filed under: hello world, tech

Wie bei zahlreichen anderen Geldinstituten in Italien auch, ist dort an der Eingangstür inzwischen ein Fingerabdruck-Scanner installiert. Jeder, der die Bank betreten will, muss die Fingerlinien des rechten Zeigefingers einscannen lassen. Allerdings werden die Fingerlinien dabei nicht mit Referenzdatensätzen verglichen, sondern das System speichert sie lediglich aus Abschreckungsgründen: Wer eine eindeutige biometrische Spur hinterlässt, der wird hier schon nicht auf dumme Gedanken kommen – so lautete bislang zumindest die Theorie.

Während einer der maskierten Räuber draußen den Fluchtweg sicherte, drückte der andere den offenbar von einer weiblichen Leiche stammenden und mit Eis frischgehaltenen Zeigefinger auf den Scanner und verschaffte sich so Zutritt zur Bank. Nachdem ihm in der Schalterhalle rund 12.000 Euro ausgehändigt wurden, verließ der Gangster die Bankfiliale und flüchtete mit seinem Komplizen. Den mitgebrachten Finger verloren sie allerdings in der Nähe des Tatorts.

das ist ja nichts neues - leuten mit schicken autos und leuten mit schicken laptops werden einfach die finger abgeschnitten, wenn jemensch die karre/die kiste haben will. zumindest die weniger intelligenten scanner sind damit durchaus zu überlisten. aber irgendwie auch besser, wenn das auto dann auch fährt, nachdem dir der finger abgeschnitten wurde, sonst wird vielleicht noch jemand knatschig. aber im ernst: an die dreistigkeit und rabiaten methoden von … wie heißen die heute, räuberinnen, piratinnen? … und an den elan und witz von hackerinnen (sei’s auf hardware oder software-ebene) haben die bei der konstruktion wohl nicht gedacht. auch sehr nett muss sein, das auto fährt nicht los, _obwohl_ es dein finger (an deiner hand) und auch dein auto ist. nach offiziellen schätzungen betrifft das ja teilweise und je nach system um die 10-20% aller menschen.

surveillance made by röntgen

Filed under: tech, privacy, surveillance

nunja, the sun ist ein boulevardblatt wie’s im buche steht, aber interessant ist dieser bericht allemal, und unbegründet auch nicht. in flughäfen werden bereits röntgen-scanner eingesetzt, die im teraHertzbereich arbeiten und durch bspw kleidung durchschauen können. derartige kameras sollen jetzt in uk (laut the sun) flächendeckend eingesetzt werden:

A January 17 memo seen by The Sun discusses the cameras, which can see through clothes.
It says “detection of weapons and explosives will become easier” and says cameras could be deployed in street furniture. It adds: “Some technologies used in airports have already been used as part of police operations looking for drugs and weapons in nightclubs. These and others could be developed for a much more widespread use in public spaces. Street furniture could routinely house detection systems that would indicate the likely presence of a gun, for example.” […]

[an so yellow press artikeln sieht mensch mal wieder: sogar das zitieren können sie nicht. und sie können sich nicht so wirklich entscheiden, ob nun kamera oder röntgenbilder]

Die Tageszeitung The Sun zitiert am heutigen Montag aus internen Papieren, aus denen hervorgeht, dass das britische Innenministerium den flächendeckenden Einsatz versteckter Kameras auf Straßen und Plätzen befürwortet, die mit Terahertz-Strahlung arbeiten und die Kleidung von Passanten durchdringen können.
Eingesetzt werden solche Durchleuchtungssysteme bereits an Flughäfen oder auch von der britischen Polizei, die damit beispielsweise bei Razzien im Londoner Nachtleben nach am Körper versteckten Drogen sucht. Unauffällig in Laternen eingebaut, könnten solche Kamerasysteme vor allem die Suche nach Waffen und Sprengstoffen erleichtern, halten die Verfasser des Berichts fest. Vorbehalte der Bürger gegen heimliche Nacktaufnahmen wollen sie unter anderem damit entgegen, dass Aufnahmen von Frauen nur durch weibliche Sicherheitsmitarbeiter gesichtet werden dürfen – was bei der Beobachtung von Plätzen technisch aber wohl kaum machbar sein dürfte.

soviel also zu den bedenken bezüglich der verletzung der privatsphäre. da muss sich dann keine mehr die mühe machen, cctv-kameras auf schlafzimmerfenster zu schwenken. bleibt nur zu hoffen, dass die von der sun prophezeite “fury” auch tatsächlich eintritt und die umsetzung verhindert.
was mich ein wenig verwundert: ich kann mich noch daran erinnern, beim klassischen röntgen beim arzt immer ein bleidingsi umgehängt bekommen zu haben. die dort verwendete röntgenstrahlung befindet sich in einem frequenzbereich von petaHz (10^15) bis exaHz (10^18).

Röntgenstrahlung ist ionisierend, sie kann dadurch Veränderungen im lebenden Organismus bis hin zu Krebs verursachen. Diese meist unerwünschten Effekte begründen die Notwendigkeit des Strahlenschutzes.

strahlung im teraHz (10^12) bereich hat also eine etwas größere wellenlänge. hat das zur folge, dass sie
a) weniger schädlich ist? wie sonst würde eine rechtfertigung seitens der initiatorinnen aussehen für ein dermaßen enormes gesundheitsrisiko und strahlenbelastung zum zwecke der inneren sicherheit?
b) andere eigenschaften hat? röntgenstrahlung ist ja eben dazu da, das fleisch und alles andere auszublenden, während bei den angeblich geplanten kameras ja schon der körper noch sichtbar ist? (jedenfalls laut den bildern der sun)
c) drogen, waffen und bombengürtel dann nicht sehen kann, wenn sie im körper transportiert werden (wer hat nicht schon mal eine rasierklinge im mund an einer polizeikontrolle vorbeigeschleust? Oo ), bzw sie dann nicht erfassen kann, wenn sie aus bestimmten materialien sind (textilien oder kunstoffe)?

liebe medizinierinnen, liebe physikerinnen: erleuchtet mich. bitte.

sources:
the sun - “You are undie surveillance”
heise.de - “Hüllenlose Überwachung”
(und natürlich wikipedia für die frequenzen)

2007, Jan 28th

mich kann mensch mieten

Promoter Hinzke mieten und vermieten

Wer eine Meinung hat soll sie sagen. Ich komme zu Ihrer Demonstration.
Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht alle Demonstrationsthemen meiner Meinung entsprechen und von diesen möchte ich mich dann auch distanzieren. Diese wären z. B. Demos für den Rechtsextremismus, Diskriminierungen o.ä.

naja, dann aber los. wenn das nächste mal noch leute fehlen, sucht euch eine sponsorin und kauft euch eure demonstration einfach zusammen. ob das echt ist, und vorallem, ob das ernstgemeint ist, ich hab keine ahnung. vielleicht auch roboter. immerhin 320 verschiedene. oder aber, irgendeine hätte sich die mühe machen können, die rechtschreibfehler aus dem standardtext zu entfernen…die formulierung lässt auch zu wünschen übrig. blib.

2007, Jan 26th

kalt&nass

Filed under: hello world

offensichtlich hat es der winter doch noch in die hiesigen gefilde geschafft. in der großstadt liegt schnee, vermutlich nicht für lange, aber immerhin. der hund dreht vollkommen durch, mampft schneebälle und springt durch die gegend. ich verabschiede mich vorerst in die klausur-vorbereitungs-phase, es wird hier also möglicherweise etwas seltener als sonst was neues zu lesen geben, und das mit dem spannend hätten wir ja nun auch geklärt.

so far. zahai

2007, Jan 22nd

nerventest

Filed under: tech

ich hätte es natürlich kommen sehen müssen, nach dem ersten ausfall einer meiner festplatten (die mit der bootpartition und dem ersten teil des verschlüsselten lvm) habe ich auch schon vom größten teil backups gemacht (musik, filme, bookmarks etc). mit dem test einer “neuen” grafikkarte scheint allerdings ihre letzte stunde geschlagen zu haben. glücklicherweise erbarmte sie sich zu einem letzten erfolgreichen bootvorgang, und jetzt rsynct mein /home fröhlich vor sich hin. ein gutes hat das ganze: ich werde mich jetzt um eine neue festplatte kümmern müssen, und außerdem wurde die kiste mal vernünftig ausgemistet.

2007, Jan 21st

c64 emulator für den iPaq

Filed under: tech, seltenheitswert

Not everyone has the time or skill to hack together their own “real” Commodore 64 palmtop computer. Luckily, clickgamer.com offers the $24.95 Pocket Commodore 64 emulator for Windows Mobile. This software includes full Commodore 64 hardware emulation, stereo SID sound, keypad to C64 keyboard mapping, multiple built-in BIOS ROMS, switchable NTSC and PAL timing, and true 1541 floppy drive emulation so that many classic copy-protected games will run (I wonder if you can simulate the 1541’s “click of death”?)

[via: hacked gadgets, via2: retro thing]

mySpace - phishing - analyse des logniverhaltens

Filed under: tech, leben im netz

Basic analysis of the list […] throws up some interesting output:

- A little more than 2% of the full list is abuse directed at the site operator (more when duplicate records are removed), including some basic ASCII porn mixed in with the results.

- For too many users, if the login didn’t work the first time, nothing was going to stop them from try, try, trying again (I’d regard those records as excellent live data). Removing duplicate logins takes the list from 56k records to 41k.

- Even better, some of the repeated attempts are users correcting mistakes from the first time they tried to enter their details.

- It’s a family thing. It appears that some users (who only tried 5-6 times to login) convinced family members to try and login to the site themselves (or family were caught the same way).

- An obscure email address is not an effective means of hiding identity, especially if the user then spells out their full name in their password.

- While not the exclusive domain of Hotmail (15162/11360) / AOL (7137/5448) / MSN (1449/1069) / Gmail (825/620) / Yahoo (16562/12168) account holders, the list is heavily biased towards them (orig list/
duplicates removed).

- Approximately 25% of the results for each of the main email domains is the result of multiple attempted logins (surprisingly consistent across each domain).

- At least one request from a user to target a specific myspace account.

- Password strength is fairly weak for most users. A simple dictionary attack will capture most of the passwords available.
Repeated login attempts appear to be associated with weaker passwords. Variations to standard dictionary words seems to be restricted largely to adding a number before and / or after the word.

source: full disclosure