q.e.d. - quo errat demonstrator

2007, Dec 11th

verschärfung des sexualstrafrechts


(sz) Angenommen, eine 15-Jährige lädt einen 17-Jährigen ins Kino ein, mit der Absicht, ihn im flauschigen Sessel und in der Dunkelheit zu Zärtlichkeiten zu verführen, die über einen schüchternen Kuss deutlich hinausgehen. Normales Experimentierverhalten von Teenagern, könnte man meinen.

Doch genau darüber ist nun ein Streit unter Rechtspolitikern von Koalition und Opposition entstanden. Die Bundesregierung will am Donnerstag im Bundestag Verschärfungen des Sexualstrafrechts beschließen lassen, die nach Ansicht der Opposition dazu führen könnten, dass sich die Fünfzehnjährige strafbar macht.

auch SPON schreibt (zugegebenermaßen auf teilweise BILD-niveau) einen längeren artikel und analysiert die änderungen der paragraphen.

ich verkneife mir mal weitere kommentare, bis auf ein wort: gruslig.

2007, Oct 23rd

klare ansage

Filed under: seltenheitswert

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer

[via]

2007, Sep 12th

clearly insane

kunterbunte warenwelt

2007, Sep 5th

vacation #2

(as vacation #1 i count me visiting m. in the city of the clueless)
the second part of this year’s summer vacation’s campaign “get out of this city” led me about 500 kilometres to the north, to the small big¹ city København (which happens to be the capital of Denmark). i’ve been there for about two weeks, basically without any internet access (except for the last few days), but had a great time nevertheless - spent most of my time exploring the city, abandoned buildings and other nice places. i don’t have all of the pictures yet, those are from the first few days:

¹ “small big” because although there’s only about half a million inhabitants, all the action, drama and madness of a large city are provided

2007, Mar 19th

echt wahr?

nach einer zufälligen erwähnung letzete woche habe ich gerade »freedom writers« gesehen. kurz gesagt geht es in diesem film um eine lehrerin, die eine klasse von sogenannten “unteachables” aus der patsche (gang violence, racism, “social failure”) hilft:

Erin Grunwell is an impassioned teacher. In 1992 she took on her first job as an English instructor in a Long Beach high school. The classes were filled with children on the edge of failure. No teacher truly paid attention to reasons behind the poor behavior and the gang violence. One day Erin caught a student with a racist caricature and made a speech that reflected Nazi idealism, just to show the futility of such ideals. Rather than being repulsed, the children identified with the attitude. She made them read The Diary of Anne Frank, showing them that an individual can overcome this perspective. Then Erin Grunwell challenged them to become writers of their own circumstance, starting the first group of Freedom Writers. These children did rise above their surroundings; most of the original class went to college and became teachers themselves.

trotz einiger sehr seltsamer analogien und der allgemeinen resozialisierungs-attitüde fand ich den film irgendwie rührend, bezeichnend, wie sich der umgang zwischen den kids ändert.
jetzt habe ich aufgrund des “freedom writers diary™” im abspann (gerade des ™ wegen) nochmal nachforschungen angestellt (heißt, suchmaschine meiner wahl befragt) und möglicherweise ist diese geschichte sogar wirklich passiert. das wäre ja mal wirklich spannend, ich dachte immer solche sachen gibts nur im film. also dieses
[lehrer_in] -> [(problem)klasse] -> [success in irgendeiner form]
ist ja ein verbreitetes und gern verwendetes schema (jedenfalls fallen mir dazu gerade spontan mindestens 2 beispiele ein (Sister Act, The School of Rock )), aber dass sowas wirklich passieren kann!?
vielleicht kennt ja eine den film und dazu die hintergründe (elenore?), und kann mir auskunft dazu geben?

2007, Jan 21st

c64 emulator für den iPaq

Filed under: tech, seltenheitswert

Not everyone has the time or skill to hack together their own “real” Commodore 64 palmtop computer. Luckily, clickgamer.com offers the $24.95 Pocket Commodore 64 emulator for Windows Mobile. This software includes full Commodore 64 hardware emulation, stereo SID sound, keypad to C64 keyboard mapping, multiple built-in BIOS ROMS, switchable NTSC and PAL timing, and true 1541 floppy drive emulation so that many classic copy-protected games will run (I wonder if you can simulate the 1541’s “click of death”?)

[via: hacked gadgets, via2: retro thing]

2006, Oct 1st

final fight

ich bin gestern in den eher zweifelhaften genuss eines stücks james bond - moonraker im fernsehen gekommen.
aus verschiedenen gründen sagen mir bond-filme nicht wirklich zu, allerdings habe ein stück am ende des films gesehen, das doch einige fragen aufgeworfen hat, wie beispielsweise: wieso gibt es immer einen ausführlich beschrifteten roten knopf, der zufällig im weg rumsteht, wenn eine wende im filmgeschehen notwendig ist? wieso sieht schwerelosigkeit so komisch aus? ist der frau im gelben anzug davon schlecht geworden? wieso wurde der kampf im weltraum, gut gegen böse, astronaut_in gegen astronaut_in in dieser umsetzung ganz wörtlich genommen? warum hat die druckausgleichskammer mit dem direkten ausgang ins große nichts ein Fenster? und warum landet dieser widerliche typ am ende immer mit frauen im bett, oftmals mit welchen, die ihn den ganzen film über garnicht leiden konnten? (letzteres weiß ich nur vom hörensagen)
der film wurde im übrigen 1978/79 produziert, möglicherweise erklärt das die amüsanten special effects — aber den großen kampf im weltraum will ich euch nicht vorenthalten, selten so gelacht.


(die restlichen 6 minuten des ausschnitts sind imho eher unspannend)

2006, Sep 22nd

wo bin ich hier …

… nur hingeraten? nach dem pentagramm auf dem campus, das sich über google earth entdecken lässt, habe ich jetzt folgendes auf einer hunderunde erspäht. ich frag mich echt ein wenig, was das zu bedeuten hat. hat da wer zu viel phantasie oder freie zeit gehabt beim anfertigen der kanaldeckelgussformen? also wiccan/warlock covens oder esofreaks, die an der uni auch mal ihr feuerchen machen wollen, ok, aber gibts für kanaldeckel nicht irgendwie eine norm?

2006, Jun 28th

entdeckungen

die eine_r so macht, wenn sie_er sich mit google earth bekannte locations aus der luft anschaut, eventuell das auto einer freund_in herumstehen sieht oder anderen ‘lustigen spaß’ wie beispielsweise folgendes wiesenzeichen auf dem gelände der fu berlin.

sieht mir irgendwie nicht nach zufall aus, aber vielleicht finden sich ja erklärungsansätze —

2006, Jun 24th

transgenialer CSD

im gegensatz zum wegen der männer-wm verschobenen “offiziellen” berliner CSD fand der transgeniale (warum auch immer der so heißt…) heute statt. mit etwa 3000 leuten recht gut besucht, wobei mit sicherheit auch leute dabei waren, die im ‘normalfall’ auf der offiziellen veranstaltung gewesen wären, getreu dem motto ‘einigkeit verschiedenheit und recht und freiheit’ in schwarz-rot-gold gekleidet, die glücklicherweise aber doch eher fehl am platz wirkten. redebeiträge waren nur auf dem ersten von -ähm, fünf- wagen zu hören, wobei dann dort verschiedenste leute reden beitrugen. kampagnen gegen nike und lidl hörten sich an wie aus dem schwarzbuch markenfirmen (wobei ich festgestellt hab, dass ver.di ein schwarzbuch lidl europa rausgebracht hat)[das soll jetzt nicht abwertend klingen, lidls geschäftspraktiken sind schon mies…], new-yorck-vertreter_innen forderten solidarität mit bedrohten linken wohnprojekten.
es gab eine grenze/mauer zum einreißen, forderung nach mehr solidarität zwischen LesBiSchwulTransQueeren menschen mit und ohne migrantischem hintergrund und aufrufe zum selbstschutz gegen übergriffe jeglicher art. sehr begeistert hat mich in diesem zusammenhang die erzählung von marodierenden mädchenbanden im görlitzer park, die sich mit verschiedensten mitteln effektiv gegen sexisten wehren.
einen teil der zeit habe ich auch im hinteren teil der …demo… verbracht, wo ein antifa-wagen mit ziemlich mieser anlage vor sich hinrollte, was mir unter anderem einen weiteren auftritt von jener (hamburger?) combo einrachte, die ich im winter bereits im SO36 unter dem label ‘too many MCs’ bewundern durfte.
kurz vor abschluss der demo gab es noch eine ‘performance’ am ersten wagen, die damit endete, dass eine_r der moderator_innen eins jener wm-autofenster-fähnchen verbrannte, direkt mit anleitung zum nachmachen, musikalisch gefolgt von slimes ‘deutschland muss sterben’ (mag mensch von slime halten, was sie_er will, die message war in diesem moment eindeutig). zumindest einige erreichbare dland-fähnchen und -fahnen, die entlang der demoroute hingen, sind während dieser verloren gegangen, die pds wurde von der demo geschmissen, die grünen haben ihren parteistuff wieder einpacken müssen, und der lauti rief dazu auf, pöbelnde deutschland-fußballprolls ‘wegzuschicken’, die wände weiter zu plakatieren (und drohte dabei der polizei indirekt mit gewalt).

gerade etwas wirr und ungeordnet.

vieleviele bilder bei selbstmordparty